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Bei anderen etwas bewirken

Frau Vaupel und Frau Čučak, die beiden Volunta-Referentinnen, besuchten am Donnerstag, den 05.12.2025, die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13, um sie über das nationale und internationale Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) zu informieren.

Aulavortrag über das Freiwillige Soziale Jahr für die Jahrgangsstufe 13

Einstieg in das Berufsleben

Gleich zu Beginn wies Frau Vaupel darauf hin, dass ein Freiwilliges Soziales Jahr einen begleiteten Einstieg in das Berufsleben darstellt. Im Vergleich zu einer Ausbildung oder dem regulären Arbeitsleben bietet es die Möglichkeit, verschiedene Tätigkeitsbereiche kennenzulernen und erste praktische Erfahrungen zu sammeln, ohne sich langfristig festlegen oder beispielsweise eine Ausbildung abbrechen zu müssen. Zum FSJ gehört außerdem verpflichtend die sogenannte Seminararbeit, in deren Rahmen sich die Teilnehmenden mit sich selbst auseinandersetzen und persönliche Entwicklungsschritte machen können.

Allgemeines

Ein Freiwilliges Soziales Jahr kann flexibel gestaltet werden und bis zu 18 Monate dauern; ein Einstieg ist monatlich möglich. Die Teilnehmenden erhalten ein Taschengeld in Höhe von 340 Euro, zudem werden Beiträge zur Sozialversicherung übernommen. Darüber hinaus stehen ihnen 24 bis 30 Urlaubstage zur Verfügung.

FSJ im medizinischen Bereich

Mithilfe ihrer PowerPoint-Präsentation stellten die beiden Referentinnen die medizinischen und pädagogischen Einsatzbereiche eines FSJ vor. Anhand zahlreicher Beispiele erläuterten sie, dass ein FSJ im medizinischen Bereich unter anderem beim Deutschen Roten Kreuz, in Krankenhäusern sowie in Einrichtungen der Suchthilfe oder Psychiatrie absolviert werden kann. Für angehende Medizinstudentinnen und -studenten bietet ein FSJ im Krankenhaus den Vorteil, dass viele Universitäten hierfür Bonuspunkte vergeben, was die Chancen auf einen Studienplatz erhöhen kann.
Wird ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Deutschen Roten Kreuz angestrebt, besteht zudem die Möglichkeit, eine Ausbildung zur Rettungssanitäterin bzw. zum Rettungssanitäter zu absolvieren. Diese Ausbildung kann in Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern durchgeführt werden, wo ein wertschätzender und kollegialer Umgang miteinander gepflegt wird, so die Referentinnen.

Pädagogisches FSJ

Kitas, Schulen, Jugendeinrichtungen sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten für alle, die ein FSJ im pädagogischen Bereich absolvieren möchten. Besonders in Einrichtungen der Behindertenhilfe, so Frau Vaupel, erfahren FSJ-Teilnehmende ein hohes Maß an Wertschätzung. Die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen beschrieb sie als bereichernd und sinnstiftend. Dabei werde deutlich, dass Menschen unterschiedliche Stärken und Unterstützungsbedarfe haben. Gerade im pädagogischen FSJ lässt sich erfahren, wie bedeutsam das eigene Engagement für andere sein kann.

Von Digital über Kultur bis zum Freiwilligen Ökologischen Jahr

Darüber hinaus wies Frau Vaupel darauf hin, dass es neben dem klassischen FSJ auch ein FSJ-Digital sowie ein FSJ-Kultur gibt. Letzteres kann beispielsweise in Steinau an der Straße in einem Museum oder Schloss absolviert werden. Auch ein Freiwilliges Ökologisches Jahr ist möglich, etwa auf einem Ökohof oder einem der derzeit zur Auswahl stehenden Pferdehöfe.

Internationales FSJ

Als Frau Vaupel die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten fragte, wer sich nach dem Schulabschluss einen Auslandsaufenthalt vorstellen könne, meldete sich die Mehrheit der Lernenden. Sie erläuterte, dass ein internationales FSJ in zahlreichen Ländern möglich ist, darunter Spanien, Rumänien, Indien, Südafrika, Namibia, Benin sowie viele Länder Südamerikas. Die Einsatzorte reichen von Schulen und Kitas über Krankenhäuser bis hin zu Natur- und Tierschutzprojekten.

Während des Vortrags stellten die Schülerinnen und Schüler viele interessierte Nachfragen, auf die die Referentinnen ausführlich eingingen. Auch zum Abschluss standen Frau Vaupel und Frau Čučak für individuelle Fragen zur Verfügung und verteilten Informationsmaterial.

Abschließend gilt Frau Čučak und Frau Vaupel ein herzlicher Dank dafür, dass sie die Jahrgangsstufe 13 in ihrem schülernahen Vortrag in die vielfältige Welt des Freiwilligen Sozialen Jahres mitgenommen haben.

Fotos und Text: OStR’n Gaby Stepan