Bewerbungstraining für die Jahrgangstufe 11
Bewerbungscoachin Sylke Zills
Rund um den Halbjahreswechsel besuchte die Bewerbungscoachin aus Schlüchtern, Sylke Zills, die drei elften Klassen unserer Schule, um mit ihnen ein jeweils ganztägiges Bewerbungstraining durchzuführen.
Stärken und Schwächen
Nach der Begrüßung starteten wir damit, dass wir uns mit unseren Stärken und Schwächen auseinandersetzen sollten. Nach diesen wird man auch gerne in Vorstellungssprächen gefragt, um die eigene Selbstreflexion zu überprüfen.
Am Beispiel einer konkreten Stellenanzeige überlegten wir anschließend gemeinsam, wie Stellenanzeigen zu lesen sind und worauf man genau achten sollte, um eine möglichst hohe Übereinstimmung von Anforderungen und eigenen Qualifikationen zu erreichen.

Bewerbungs-foto:
Format
und
Auswahl

Nach einem kurzen Exkurs zu Bewerbungsschreiben und Tipps zu Format und vor allem zur Auswahl des Bewerbungsfotos gingen wir in die nächste Praxisphase.
Die Jugendlichen von heute telefonieren nicht gerne, also sollten wir genau das üben, nämlich das Anrufen bei einem möglichen Arbeitgeber. Jeder kennt es und niemand mag es, damit es allerdings nicht ganz so schlimm ist, besprachen wir zuerst die Knackpunkte der Telefongespräche und übten diese dann in Rollenspielen. In Kleingruppen übernahmen wir die Rollen „Bewerber/in“, „Angestellte/r beim Unternehmen“ und „Beobachter/in“ und simulierten und reflektierten die vermeintlich eher unangenehmen Anrufe.
Knackpunkte der Telefongespräche
&
Bewerbungsgespräche


Da wir uns in den Telefongesprächen bewährt hatten, folgten im nächsten Schritt Bewerbungsgespräche. Gut vorbereitet durch die zahlreichen Tipps von Frau Zills kehrten wir in unsere Kleingruppen zurück und praktizierten Auswahlgespräche.
Nach der Pause stand das Thema Assessment Center (AC) auf der Tagesordnung. Das ist ein gängiges Auswahlverfahren, das Unternehmen nutzen, um zu überprüfen, welche Bewerberinnen und Bewerber fachlich und persönlich gut zu ihrer ausgeschriebenen Stelle passen. Es geht über ein Vorstellungsgespräch hinaus und es gibt verschiedene Aufgaben, die entweder allein oder im Team unter Beobachtung von Personalverantwortlichen des Unternehmens gelöst werden müssen.
Wir schauten uns einen beispielhaften Tagesablauf eines Assessment Centers an und starteten mit einem kurzen Logik-Test, einem möglichen ersten Bestandteil, gefolgt von einer Gruppendiskussion zum Thema „Wird es später verkehrsfreie Städte geben?“. Auch hier schlüpften wir Teilnehmenden der Kleingruppen in verschiedene Rollen.
Ein weiterer Bestandteil ist häufig die Selbstpräsentation des Bewerbers/der Bewerberin, so dass wir eine Mindmap zu uns erstellten und uns dazu mit den Fragen „Wer bin ich?“, „Was kann ich?“ und „Was will ich?“ beschäftigten.
Assessment Center
Gruppendiskussion:
„Wird es später verkehrsfreie Städte geben?“
Wer bin ich?
Was kann ich?
Was will ich?
Zum Schluss galt es noch eine kreative Gruppenaufgabe zu lösen. Wir sollten innerhalb von 15 Minuten nur aus Papier mit den erlaubten Hilfsmitteln Schere und Kleber einen möglichst hohen, stabilen, aber gleichzeitig schönen Turm bauen. Das Gewinnerteam landete in der Klasse 11c dabei bei circa 2 Metern.









Nach der Abschlussrunde mit Feedback zum Bewerbungstraining sind wir Schülerinnen und Schüler der elften Klassen nun gut aufgestellt, um in zukünftigen Auswahlgesprächen und Assessment Centern unser Bestes zu zeigen. Ein herzliches Dankeschön an Frau Zills für die informative und praxisnahe Gestaltung des Vormittags, an Frau Pfeifer für die Organisation und an den Förderverein unserer Schule für die Kostenübernahme.
Text:
Isabelle Koch (Klasse 11c, Presse AG) und
Sabine Pfeifer, Deutsch, Englisch und Politik und Wirtschaft

Fotos:
Isabella Koch, Sabine Pfeifer und Andreas Ickes
Stimmungsbilder von Schülerinnen und Schülern aus den teilnehmenden
Klassen 11a, 11b und 11c
Moritz Möller, Klasse 11a
Das Bewerbertraining hat mir durch gute Erklärungen und Selbstmachaufgaben gezeigt, dass Noten nicht die einzigen Punkte sind, die für Unternehmen entscheidend sind. Auch die Fähigkeit zur sachlichen Diskussion, Allgemeinwissen zu aktuellen Themen und logisches Denken kommen bei jeglichen Firmen gut an.
Johanna Kopp, Klasse 11b
Ich habe das Bewerbungstraining als sehr wertvoll empfunden, insbesondere die Übungen in Kleingruppen waren meiner Meinung nach sehr sinnvoll. Aufgaben, die eher unangenehm sind, wie zum Beispiel der erste Anruf in einem Betrieb oder ein Vorstellungsgespräch, würde ich persönlich wahrscheinlich nicht freiwillig üben. Deshalb fand ich es sehr gut, dass wir hier die Möglichkeit hatten, diese Situationen ohne Druck auszuprobieren.
Abschließend möchte ich mich bei Frau Zills für den informativen und interaktiven Tag bedanken. Ich konnte viele hilfreiche Erkenntnisse für meinen weiteren Weg mitnehmen und wichtige Fähigkeiten für das Berufsleben üben.
Maximilian Jökel, Klasse 11b
Das Bewerbungstraining hat mir insgesamt sehr viel Spaß gemacht. Ich habe einige neue Dinge kennengelernt und Erinnerungen vom letzten Training in der Klasse 9 aufgefrischt. Am besten haben mir die Abschnitte gefallen, in denen wir selbst praxisnahe Situationen nachspielen sollten wie ein Telefonat mit einem potenziellen Arbeitgeber oder ein Vorstellungsgespräch. Ich denke, solche Angebote in der Schule sind sehr wichtig, weil man in ihnen hilfreiche Dinge für Bewerbungsphasen und seinen Berufsweg lernen kann.
Lucy Pfeifer, Klasse 11c
Das Bewerbungstraining mit der Bewerbungstrainerin hat mir sehr gut gefallen, weil wir viele verschiedene Themen rund um Bewerbungen besprochen haben. Ich fand es gut, dass wir nicht nur Theorie gemacht, sondern auch viel praktisch gearbeitet haben. Hier konnte ich das zuvor Besprochene direkt anwenden und fühle mich nun viel sicherer, wenn ich an zukünftige Auswahl- oder Bewerbungsverfahren denke. Außerdem war die Atmosphäre in unserer Klasse sehr angenehm und man konnte offen Fragen stellen. Der Vormittag verging sehr schnell und ich bin mir sicher, dass ich von der Veranstaltung profitieren werde.

