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Poetry Slam Workshop mit Lars Ruppel

Ein Poetry Slam ist eine Veranstaltungsform, bei der die verschiedensten Menschen mit selbstgeschriebenen Texten gegeneinander antreten, die vom Publikum bewertet werden.

Thematische Bandbreite

Die thematische Bandbreite ist fast grenzenlos: So könne innerhalb von 10 Minuten ein trauriger Text über die verstorbene Oma und ein Comedy-Beitrag über einen kotzenden Hamster dem Publikum präsentiert werden.

Die einzige Grenze, die man wahren sollte, sei das Grundgesetz, die Würde des Menschen und die des guten Geschmacks.

Die Texte
müssten selbst geschrieben sein.

Aber es gebe auch Regeln: Die Texte müssten selbst geschrieben sein. Es gebe ein festes Zeitlimit (meist fünf Minuten). Es dürften keinerlei Hilfsmittel verwendet werden und ein Beitrag dürfe nicht vollständig gesungen werden.

Mit diesen grundlegenden Infos zum Thema und zu seinen eigenen ersten Slam-Erfahrungen startete Lars Ruppel, einer der bekanntesten deutschen Slam-Poeten, seinen Poetry Slam Workshop am 13.02.2026 in der Aula unseres Gymnasiums. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 11 hatten, wie bereits der Vorgängerjahrgang im letzten Schuljahr, wieder die Möglichkeit, erste eigene Erfahrungen mit dem Phänomen dieses „Dichterwettstreits“ zu sammeln, z.B. in einem Synonymwettbewerb zu Begriffen wie „sprechen“, „schön“ oder „Baum“ oder indem spontan eigene Gedanken zum Thema „Liebe ist wie …“ oder „Schule ist wie …“  formuliert wurden, wobei der Vergleichsgegenstand auf einem zuvor getauschten Zettel stand, der sich deshalb häufig als herausfordernd zeigte. Die Ergebnisse, die vorgelesen wurden, offenbarten Komödiantisches, Romantisches, Tiefgründiges, …

„Liebe ist wie …“
„Schule ist wie …“
Komödiantisches,
Romantisches,
Tiefgründiges,

Am Ende der Veranstaltung hatte jeder die ersten eigenen Slam-Texte verfasst und Lars Ruppel damit bewiesen, dass jeder schreiben kann. Seine Schlussworte richteten sich deshalb auch noch einmal direkt an alle Schülerinnen und Schüler: „Ihr sollt hier gelernt haben, dass ihr es könnt. Der (Wort-)Schatz, den ihr alle habt, sollte hier begonnen haben […]

Schreiben
ist das, was ihr daraus macht!“

Mit dem Vortrag seines eigenen Textes „Der Traum der Raupe“ zog Lars Ruppel zum Abschluss noch einmal alle in seinen Bann und demonstrierte damit ganz praktisch, wie und dass Poetry Slam funktioniert. Vielen Dank!

Ein herzliches Dankeschön geht aber auch in diesem Jahr wieder an den Förderverein des Schlosstheaters Fulda, der den Kontakt zu Lars Ruppel ermöglicht und die Kosten für den Workshop übernommen hat.

Text und Fotos: StR’n Angelika Kiwitz
Deutsch, Musik & Leitung der Theater-AG