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Erfolgreiche Teilnahme am Regionalwettbewerb Jugend forscht

Hanau, 21. Februar 2026

Am Samstag, den 21. Februar 2026, öffneten sich auf dem Gelände von Heraeus in Hanau die Pforten für den Regionalwettbewerb Rhein/Main Ost von Jugend forscht. Insgesamt präsentierten 81 Jungforschende ihre 47 Projekte aus den sieben Disziplinen Physik, Mathematik/Informatik, Chemie, Arbeitswelt, Technik, Biologie sowie Geo- und Raumwissenschaften.

Erstmalig seit langer Zeit nahm auch das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium wieder am Wettbewerb teil. Mit zwei Projekten in der Jugend forscht Junior Kategorie waren wir in diesem Jahr vertreten.

Jugend-forscht-AG

Unsere Schülerinnen und Schüler Lielle Kister (7b) und Henri Simon (7a) stellten dabei ihre Forschungsarbeiten vor, die sie seit Beginn des Schuljahres im Rahmen der Jugend-forscht-AG entwickelt haben. Dem Wettbewerb gingen intensive Monate des Experimentierens, Auswertens und Schreibens voraus. Bereits bis zum 15. Januar musste die wissenschaftliche Ausarbeitung eingereicht werden. Zudem wurden Plakate gestaltet und Vorträge vorbereitet, um die eigenen Ergebnisse anschaulich präsentieren zu können.

7:00 Uhr morgens ~ Aufbau der Stände

Um 7:00 Uhr morgens betraten unsere Teilnehmenden das Werksgelände von Heraeus in Hanau und bauten ihren Stand auf.

9:00 Uhr bis 12:00 Uhr ~ Jurygespräche
Präsentation der Projekte

Nach einer offiziellen Begrüßung und einem gemeinsamen Gruppenfoto begannen von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr die Jurygespräche. In diesen Fachgesprächen präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte einer fachkundigen Jury und beantworteten detaillierte Rückfragen zu Versuchsaufbau, Durchführung und Auswertung.

Lielle

Lielle beschäftigte sich in ihrem Projekt mit der Frage, wie ein Luftfilter aufgebaut sein muss, um Staub- und Feinstaubpartikel möglichst effektiv aus der Luft zu entfernen. Dafür entwickelte sie einen funktionsfähigen Prototypen, den sie vor Ort demonstrieren konnte. Mithilfe eines Feinstaubsensors und entsprechender Software untersuchte sie systematisch verschiedene Filtermaterialien und deren Kombinationen, um die wirksamste Zusammensetzung experimentell zu bestimmen. Ihr strukturierter Versuchsaufbau und die sorgfältige Datenauswertung überzeugten die Jury nachhaltig.

Henri

Henri, der sich in seiner Freizeit in der Jugendfeuerwehr engagiert, ging einem ganz praktischen Problem nach: der starken Rauchentwicklung bei Brandeinsätzen, die die Sicht erheblich einschränkt. Er untersuchte, ob sich Rauch mithilfe geeigneter Aerosole binden lässt, um die Sichtverhältnisse für Einsatzkräfte zu verbessern. Hierfür konstruierte er eine eigene Rauchkammer mit integriertem Lichtsensor, der die Rauchdichte messbar machte. Auf diese Weise konnte er die Wirksamkeit seines entwickelten Aerosolgemischs experimentell überprüfen und anschaulich darstellen.

Ab 14:00 Uhr ~ Zugang für die Öffentlichkeit

Ab 14:00 Uhr war die Veranstaltung für die Öffentlichkeit zugänglich. Mehr als 200 angemeldete Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, die Projekte kennenzulernen. Auch hier präsentierten Lielle und Henri ihre Arbeiten souverän und erklärten die Ergebnisse ihrer monatelangen Forschungsarbeit. Den feierlichen Abschluss bildete die Preisverleihung um 15:45 Uhr.

2. Platz im Bereich Technik für Lielle

Lielle Kister erreichte den 2. Platz im Bereich Technik, gestiftet vom Verein Deutscher Ingenieure. Gewürdigt wurden insbesondere ihr strukturierter Versuchsaufbau und die praxisnahe Umsetzung ihres Prototyps.

Sonderpreis für Henry

Henri Simon wurde mit dem Sonderpreis „Qualitätssicherung durch zerstörungsfreie Prüfung“ der Deutschen Gesellschaft für zerstörungsfreie Prüfung ausgezeichnet. Die Jury überzeugte vor allem seine experimentelle Herangehensweise mit der selbst entwickelten Messapparatur.

Herzliche Gratulation!

Wir gratulieren unseren beiden Nachwuchsforschenden herzlich zu dieser großartigen Leistung. Ihr Engagement, ihre Ausdauer und ihre Begeisterung für naturwissenschaftliches Arbeiten zeigen eindrucksvoll, wie praxisnahes Forschen bereits in der Mittelstufe gelingen kann.

Fotos und Text: StR Philipp Gärtner
Physik, Französisch und Sport