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Bonjour Straßburg, unsere Reise ins Herz Europas

16.03. – 18.03.2026

Vom 16. bis zum 18. März 2026 unternahmen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8c und 8d, die Französisch als zweite Fremdsprache belegen, gemeinsam mit ihren Begleitpersonen Frau Brust, Frau Galitzky, Herrn Gärtner und Frau Gärtner eine dreitägige Fahrt nach Straßburg. Ziel der Exkursion war es, die im Unterricht erworbenen Sprachkenntnisse praktisch anzuwenden und zugleich kulturelle Einblicke in die deutsch-französische Grenzregion zu gewinnen.

Montag
Anreise und erste Eindrücke der Stadt

Pünktlich um 07:45 Uhr startete die Gruppe am Untertorparkplatz des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums in Schlüchtern mit dem Bus in Richtung Straßburg. Bereits während der Fahrt stimmten sich die Schülerinnen und Schüler mit vorbereiteten Kurzvorträgen auf das Reiseziel ein. Themen waren unter anderem das Elsass mit seiner geografischen Lage, landschaftlichen Besonderheiten und historischen Hintergründen sowie die Stadt Straßburg selbst.

Kaum in Straßburg angekommen, begab sich die Gruppe auf eine etwa 90-minütige Stadtführung mit zwei ortskundigen Guides. Ausgehend vom Straßburger Münster erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in die Geschichte und Architektur zentraler Sehenswürdigkeiten wie dem Haus Kammerzell. Der Rundgang führte durch die engen, typisch elsässischen Gassen bis in das malerische Viertel La Petite France und schließlich über den Place Kléber zurück zum Ausgangspunkt.

Im Anschluss erhielten die Schülerinnen und Schüler etwas Freizeit, um die Stadt eigenständig weiter zu erkunden. Dabei konnten sie ihre Französischkenntnisse bereits praktisch anwenden – sei es beim Einkauf in Bäckereien oder in Modegeschäften. Danach machte sich die Gruppe gemeinsam auf den Weg zur Jugendherberge Ciarus, wo die Hausregeln besprochen und Zimmer bezogen wurden.

Den Auftakt des Abends bildete das gemeinsame Essen, bei dem verschiedene französische Gerichte probiert werden konnten. Anschließend traf sich die Gruppe im Gemeinschaftsraum: Neben weiteren Schülervorträgen wurde das Programm für den nächsten Tag vorgestellt. Der Tag klang schließlich bei Gesellschaftsspielen in entspannter Atmosphäre aus.

Dienstag
Natur, Bootstour und Stadtrallye

Nach dem Frühstück startete die Gruppe zu einem Spaziergang entlang eines Seitenarms der Ill in Richtung Parc de l’Orangerie. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler die weitläufige Parkanlage erkunden, Störche beobachten, den Spielplatz nutzen oder einfach die frühlingshafte Atmosphäre genießen. Anschließend führte der Weg zum Bootsanleger, wo eine Bootstour auf der Ill stattfand. Die Fahrt erfolgte auf einem modern ausgestatteten Boot mit Boardbildschirm und Audioguides, über die die Schülerinnen und Schüler interessante Informationen zu den Sehenswürdigkeiten entlang des Ufers erhielten. In diesem Rahmen konnten die Schülerinnen und Schüler die Stadt noch einmal aus einer neuen Perspektive zu erleben.

An die Bootsfahrt schloss sich daraufhin die Stadtrallye an: In Kleingruppen machten sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren Laufzetteln auf den Weg durch die Stadt, lösten Aufgaben und traten mit Einheimischen in Kontakt, um Informationen zu sammeln und kleine Rätsel zu lösen. Dabei standen Teamarbeit und der praktische Einsatz der französischen Sprache im Mittelpunkt.

Nach etwas Freizeit, die zum Kauf kleiner Köstlichkeiten oder Souvenirs genutzt werden konnte, machte sich die Gruppe gemeinsam auf den Rückweg zur Unterkunft. Nach dem Abendessen fand die Siegerehrung der Stadtrallye statt. Darüber hinaus wurden weitere Vorträge gehalten und die Erlebnisse der vergangenen Tage gemeinsam reflektiert.

Der letzte Abend verlief in besonders geselliger Atmosphäre: Einige Schülerinnen und Schüler stellten ihr musikalisches Talent am Klavier unter Beweis und sangen gemeinsam. Außerdem wurden in größeren Gruppen Spiele wie „Werwolf“ oder „Uno“ gespielt. Im Anschluss wurden die Koffer gepackt, bevor der Abend ruhig ausklang.

Mittwoch
Europäisches Parlament und Rückreise

Am letzten Tag wurden nach dem Frühstück die Zimmer geräumt und der Bus beladen. Anschließend stand der Besuch des Europäischen Parlaments auf dem Programm. Während einer Führung erhielt die Gruppe unter anderem Einblicke in den Plenarsaal sowie in die Arbeitsweise der Institution. Besonders eindrucksvoll war die Möglichkeit, in einem Sitzungsraum Platz zu nehmen und Fragen direkt an die Führerin zu richten.

Im Anschluss besuchte die Gruppe den Jardin des Deux Rives, einen grenzüberschreitenden Park zwischen Straßburg und Kehl. Die Passerelle des Deux Rives, die beide Länder miteinander verbindet, bot die ideale Gelegenheit für ein gemeinsames Abschlussfoto – ein symbolischer Moment der deutsch-französischen Verbundenheit.

Nach einem kurzen Stopp in einem Supermarkt in Kehl für letzte Einkäufe trat die Gruppe schließlich die Rückreise an. Gegen 18:30 Uhr erreichten die Schülerinnen und Schüler wieder den Untertorparkplatz in Schlüchtern, wo sie von ihren Familien empfangen wurden.

Fazit

Die Straßburgfahrt war für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung. Sie verband auf gelungene Weise kulturelles Lernen, sprachliche Praxis und gemeinschaftliche Erlebnisse. Besonders hervorzuheben ist das Engagement der Schülerinnen und Schüler – sei es bei den Vorträgen, der Stadtrallye oder im alltäglichen Gebrauch der französischen Sprache. Durch ihr verantwortungsbewusstes und aufgeschlossenes Verhalten trugen sie maßgeblich zum Erfolg dieser Fahrt bei.

Text und Fotos: StR Philipp Gärtner, Französisch, Physik & Sport
sowie StR’n Yasmin Gärtner, Französisch, Physik & Sport