Wie findet man ein gutes Thema für eine Bachelorarbeit?
Campus-Crew – Wie ist es zu studieren? Frag die Studis!
Am Donnerstag, den 18. Juni, kamen vier Referentinnen – Frau Wesner, ihre Kollegin Nora sowie die beiden Studentinnen Emily und Lena von der Hochschule Fulda – zu Besuch an das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium. Der Termin war bereits viele Monate im Voraus geplant worden. Dass der Abischerz ebenfalls an diesem Tag stattfand, war nicht vorhersehbar, da er erst kurzfristig angesetzt werden konnte.
Veranstaltung in zwei Zeitslots in der Mediothek


Als die Gäste eintrafen, herrschte auf dem Schulgelände eine heitere Dynamik, geprägt von den Aktivitäten des Abischerzes und den zunehmend sommerlichen Temperaturen, sodass sich die Schule insgesamt von einer angenehm belebten Seite zeigte. Ziel der Veranstaltung war es, dass sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 im Dialog mit den Referentinnen über das Studium an einer Hochschule austauschen und dabei ein Gefühl dafür bekommen, wie es ist, an einer Hochschule zu studieren. Veranstaltungsort war die Mediothek, in der die Jahrgangsstufe in zwei Zeitslots aufgeteilt die Veranstaltung besuchte.

Die Campus-Crew
Lena
Lena, Studentin der Lebensmitteltechnologie und ehemalige Schülerin der Schule, berichtete, dass eine typische Woche für sie aus vollen Tagen mit Vorlesungen, Seminaren und Laborübungen bestehe. Ihr Studium sei anspruchsvoll, im Labor herrsche Anwesenheitspflicht, und Protokolle müssten geschrieben werden; dennoch gebe es ein wenig Freizeit, die stark von der eigenen Organisation und Eigenverantwortung geprägt sei.

& Emily
Von Emily, die Sozialwissenschaften studiert, war ebenfalls etwas anderes zu erfahren, da ihr Studium auch auf Kommunikationswissenschaften basiert und hierfür zudem der Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen erforderlich ist. So habe sie beispielsweise Schwedisch gelernt, was im sogenannten Lernzentrum der Hochschule möglich sei. Insgesamt sei das Studium deutlich freier gestaltet und stärker von der eigenen Zeiteinteilung geprägt.
Gemeinsam
ist beiden Studiengängen, dass es zwei Prüfungsphasen im Jahr gibt, die dadurch besonders anspruchsvoll sind, dass innerhalb von etwa zweieinhalb Wochen bis zu sechs Klausuren oder vergleichbare Prüfungsformate zu schreiben sind. In Verbindung mit den Prüfungsformaten stellte eine Schülerin die Frage, wie man ein geeignetes Thema für eine Bachelorarbeit finden könne. Da beide Studentinnen bereits ihren Bachelorabschluss erworben haben, konnten sie aus erster Hand berichten, dass die Themenfindung eine Kombination aus Anregungen der Professorinnen und Professoren sowie eigenen Ideen und möglichen Schwerpunktsetzungen sei.
Weitere Aspekte, die noch aufgegriffen wurden, waren die Fragen nach der Finanzierung des Studiums, nach der Einschreibung und den dabei zu beachtenden Fristen sowie dem Finden einer Wohnung.


Hochschule versus Universität
„Den Professor auf dem Gang treffen“
Auch das Thema Hochschule versus Universität wurde angesprochen und für die Schülerinnen und Schüler in mehreren Punkten greifbar gemacht: An Hochschulen gibt es in der Regel kleinere Gruppen, wodurch eine persönlichere Lernatmosphäre entsteht. Gleichzeitig kann es durchaus vorkommen, dass man „dem Professor auf dem Gang begegnet“. Obwohl die Hochschule Fulda mit rund 70 Studiengängen und acht Fachrichtungen grundsätzlich als überschaubar gilt, erfreuen sich Hochschulen zunehmender Beliebtheit, wodurch der Charakter des Kleinen teilweise verloren geht. In Einführungsveranstaltungen, etwa in der Lebensmitteltechnologie, so Lena, können schon einmal bis zu 300 Studierende zusammenkommen. Den beiden Studentinnen war es außerdem wichtig hervorzuheben, dass die Abschlüsse an Hochschulen und Universitäten als gleichwertig gelten. Zudem ermöglichen viele Hochschulen mittlerweile auch Promotionen. Ein weiterer Unterschied sei das verpflichtende Praktikum an Hochschulen, das eine stärkere Verbindung zur Praxis ermögliche.
Buntes Treiben: Mediothek und Schlotterplatz



Während sich die Veranstaltung in der bunten und einladenden Mediothek allmählich dem Ende zuneigte, ging das lebhafte Treiben der diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten auf dem Schotterplatz noch ein Stück weiter, einschließlich der spielerischen Einbindung der Unterstufe. Die mit vielen Informationen ausgestatteten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 ließen es sich trotz inzwischen deutlich gestiegener Temperaturen nicht nehmen, das Geschehen dort noch ein wenig zu begleiten. So blieb die bereits zu Beginn spürbare lebendige Atmosphäre auf dem Schulgelände auch im weiteren Verlauf des Vormittags in unterschiedlichen Facetten erhalten.
Ein herzliches Dankeschön
Ein herzliches Dankeschön geht an die Hochschule Fulda sowie an Frau Wesner, die Schulkoordinatorin der Hochschule, die mit großem personellen Einsatz unseren Schülerinnen und Schülern Einblicke und Insiderwissen vermittelt und den offenen Austausch mit ihnen gesucht hat.
Text und Fotos: OStR’n Gaby Stepan
BO

