AllgemeinOberstufe und AbiturSchulleitung

Matinée 2026: Zwischen Rückblick und Aufbruch

Mit einer feierlichen Akademischen Feier in der evangelischen Stadtkirche St. Michael verabschiedete das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium am 19. Juni 2026 den diesjährigen Abiturjahrgang. Gemeinsam mit ihren Familien, Freunden, Lehrkräften sowie zahlreichen Ehrengästen feierten die Absolventinnen und Absolventen den Abschluss ihrer Schulzeit und den Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife.

Zu den Ehrengästen zählten unter anderem Landrat Thorsten Stolz, der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent Jannik Marquardt, Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller sowie Martina Schneider, schulfachliche Aufsichtsbeamtin des Staatlichen Schulamts für den Main-Kinzig-Kreis.

Musikalisch wurde die Feier von Schülerinnen und Schülern des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums gestaltet: Unter der Leitung von Musiklehrer Phillipp Botte verliehen Hannah Schneider (Klavier), Alicia Kaiser (Violine), Korbinian Schüle (Saxophon) und Anna Wachenfeld (Gesang) der Feier einen würdigen musikalischen Rahmen.

Musikalischer Rahmen
Herr Botte ~ Hannah Schneider ~ Alicia Kaiser ~ Korbinian Schüle ~ Anna Wachenfeld
Rede des Schulleiters
OStD Thomas Röder-Muhl

Nach seiner Begrüßung richtete sich Schulleiter Thomas Röder-Muhl mit einer philosophisch geprägten Festrede an die Abiturientinnen und Abiturienten. Im Mittelpunkt seiner Ansprache stand der Gedanke: Nicht Gewissheit, sondern der konstruktive Umgang mit Irrtümern sei der eigentliche Motor von Bildung und persönlicher Entwicklung. Ausgehend vom Satz des Sokrates „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ gratulierte er den Absolventinnen und Absolventen zunächst herzlich zum bestandenen Abitur und würdigte ihre Leistungen sowie die Unterstützung durch Eltern und Lehrkräfte.
Anhand von Überlegungen des Wissenschaftsphilosophen Karl Popper verdeutlichte er, dass Fortschritt nur dort entstehen könne, wo Menschen bereit seien, eigene Überzeugungen zu hinterfragen und aus Irrtümern zu lernen. Ebenso griff er Gedanken der politischen Philosophin Hannah Arendt auf und warnte davor, einfachen Antworten auf komplexe gesellschaftliche Fragen zu vertrauen. Kritisches Denken, Offenheit und die Bereitschaft zum Zweifel seien unverzichtbare Voraussetzungen für Demokratie und verantwortungsvolles Handeln.

Mit Blick auf den neuen Lebensabschnitt forderte der Schulleiter die Absolventinnen und Absolventen auf, mutig Entscheidungen zu treffen – im Bewusstsein, dass nicht jede davon richtig sein werde. Gerade die Freiheit, Erfahrungen zu sammeln, Überzeugungen zu verändern und aus Fehlern wie Irrtümern zu lernen, mache den Wert des Lebens aus. Seine Botschaft lautete daher:

„Bleiben Sie neugierig. Bleiben Sie kritisch. Bleiben Sie denkende Menschen.“
Grußworte und Ehrungen
Dezernentin des Staatlichen Schulamts Martina Schneider, Landrat Thorsten Stolz, Schuldezernent Jannik Marquardt und Bürgermeister Matthias Möller

Auch die Ehrengäste würdigten den Abiturjahrgang mit persönlichen Worten und Denkanstößen. Landrat Thorsten Stolz (SPD) griff in seinem Grußwort ein Zitat von Heinz Rühmann auf und verwies auf die Bedeutung von Erinnerungen, Träumen und Sehnsüchten im Leben. Er ermutigte die jungen Erwachsenen, stolz auf das Erreichte zu sein. Das Abitur sei ein herausragender schulischer Abschluss sowie ein Ausdruck persönlicher Entwicklung.

Der Erste Kreisbeigeordnete und Schuldezernent des Main-Kinzig-Kreises, Jannik Marquardt (CDU), forderte die Abiturientinnen und Abiturienten dazu auf, mit Zuversicht in den neuen Lebensabschnitt aufzubrechen. Es gelte, ein neues Kapitel mutig aufzuschlagen und Ängste sowie Unsicherheiten hinter sich zu lassen. Seine Botschaft lautete: „Trauen Sie sich.“

Schlüchterns parteiloser Bürgermeister Matthias Möller betonte die Bedeutung gut ausgebildeter junger Menschen für die Region und gab einen ermutigenden Ausblick. „Schlüchtern braucht kluge Köpfe“, sagte er.

Ein weiteres Grußwort sprach Martina Schneider, Dezernentin des Staatlichen Schulamts für den Main-Kinzig-Kreis, die den Absolventen gratulierte und deren Zukunftsperspektiven in den Blick nahm. Die Vertreter des Fördervereins, des Schulelternbeirats sowie der Ulrich-von-Hutten-Stiftung schlossen sich den Glückwünschen zum bestandenen Abitur an und wünschten dem Abiturjahrgang viel Erfolg, Zuversicht und persönliche Erfüllung.

Im Anschluss wurden besondere Leistungen gewürdigt – unter anderem in den Fächern Latein, Evangelische und Katholische Religion, Naturwissenschaften und Informatik.

Die Ausgezeichneten
Latein

Leonhard Buck und Joris Heyenga

Evangelische Religion

Elisabeth Kister, Johanna Krick, Janina Leipold, Lilli Schwarz, Maxime Vogler und Charlize Weber

Katholische Religion

Anna Bayer

Chemie und Physik

Magdalena Schleth

Mathematik und Informatik

Maxime Vogler

Förderpreis des UvH-Fördervereins für besondere Verdienste um den Jahrgang:
Leonhard Buck und Mara Zell

Besonders geehrt wurden die Jahrgangsbesten, die ihre Schulzeit mit der Traumnote 1,0 abgeschlossen haben

Nils Berkel, Magdalena Schleth, Josefine Solero und Mara Zell
Rede der Sprecherin und des Sprechers des Abiturjahrgangs 2026

Für den Abiturjahrgang blickten die diesjährigen Jahrgangssprecher Christina Gehne und Frederik Schneider auf die gemeinsame Schulzeit am Ulrich-von-Hutten-Gymnasium zurück. Im Mittelpunkt ihrer Rede standen die zahlreichen Klassen- und Studienfahrten der vergangenen neun Jahre. Diese seien für den Jahrgang weit mehr als Ausflüge gewesen und hätten den Zusammenhalt nachhaltig geprägt, der den Absolventinnen und Absolventen noch lange in Erinnerung bleiben werde.

Ansprache der Studienleiterin
StDn Annette Schönherr

Mit Dankesworten an die Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern sowie die Lehrkräfte für ihr Engagement und ihre Unterstützung begann Studienleiterin Annette Schönherr ihre Rede und gratulierte den Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs 2026 zum erfolgreichen Abschluss. Im Mittelpunkt ihrer Ansprache standen drei Gedanken als Wegweiser für die Zukunft: „Hört nie auf zu lernen“, „Bleibt agil und offen für Veränderungen“ sowie „Schwimmt euch frei und findet euren eigenen Platz in der Welt“. Nach der Schulzeit gelte es, die gewonnene Freiheit mutig zu nutzen und den eigenen Weg zu gestalten. Mit den besten Wünschen für den weiteren Lebensweg endete die Rede vor der feierlichen Übergabe der Abiturzeugnisse.
Mit den besten Wünschen für den weiteren Lebensweg endete die Rede, bevor die feierliche Übergabe der Abiturzeugnisse begann.

Überreichung der Zeugnisse

Die Tutorinnen und Tutoren baten ihre Leistungskurse nacheinander nach vorne, gratulierten den Absolventinnen und Absolventen persönlich und überreichten die Zeugnisse.

Leistungskurse Deutsch & Englisch
Leistungskurse Musik & Politik und Wirtschaft
Leistungskurs Mathematik
„Einmal UvH, immer UvH!“

Abschließend dankte Schulleiter Thomas Röder-Muhl den Musikerinnen und Musikern und verabschiedete den Abiturjahrgang 2026 mit dem traditionellen Wunsch: „Einmal UvH, immer UvH!“

Im Anschluss an die Feierlichkeiten in der Kirche ging es zum Sektempfang auf dem Roten Platz vor dem Klostergebäude. Dort empfingen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q2 die Gäste und bewirteten sie mit kühlen Getränken und Gegrilltem.

Herzliche Gratulation!

Text: StR Bernd Jonas
Fotos: Felix Günzel und Bernd Jonas