Frieden und Erinnerung: Verdun und Fameck
Den Ersten Weltkrieg in Erinnerung rufen und die deutsch-französische Freundschaft erleben – dazu reisten 14 Schülerinnen und Schüler ab der 10. Jahrgangsstufe am 17. und 18. Juni nach Verdun und in die Schlüchterner Partnerstadt Fameck.
Video zur Exkursion nach Verdun und Fameck



Am Donnerstag um 7.00 Uhr ging es in Begleitung von Frau Brust und Frau Groher in Schlüchtern los, und nach fast 5 Stunden Busfahrt kamen wir in unserer Partnerstadt Fameck in Frankreich an. Dort wurden wir von unseren Gastgebern, dem dortigen Städtepartnerschaftsverein und Herrn Bürgermeister Michel Liebgott herzlich empfangen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Stadthalle „Salle Victor Hugo“ besuchten wir Verdun. Zuerst sahen wir das Beinhaus „L’Ossuaire“ und den großen Soldatenfriedhof, auf dem 67.000 Kreuze für die Gefallenen der Kämpfe im Jahr 1916 stehen. Danach besuchten wir das Museum „Mémorial de Verdun – Champs de Bataille“. Dort konnte man sich Originalaussagen der Soldaten anhören und viel neues und spannendes Wissen über den Ersten Weltkrieg und die deutsch-französische Geschichte sammeln. Für uns war es besonders eindrucksvoll, die historischen Orte selbst zu sehen und zu erkennen, welche Bedeutung Erinnerung für ein friedliches Miteinander hat.
Anschließend nahmen wir an einer Gedenkstunde teil, der „Commémoration de l’Appel du Général de Gaulle“. Bei einer feierlichen Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal in Fameck gedachten wir der Opfer des Krieges und setzten ein Zeichen für Frieden und die deutsch-französische Freundschaft.


Am Freitagmorgen ging es um 8.30 Uhr weiter. Wir nahmen an der „Marche de la Paix“ teil und ließen uns insgesamt neun Organisationen wie „Unicef“, die Polizei oder einen Geschichtsverein genauer erklären. Wir konnten sowohl Gemeinsamkeiten als auch viele Unterschiede zu deutschen Institutionen erkennen. So erfuhren wir beispielsweise, dass sich sowohl in Frankreich als auch in Deutschland viele Menschen ehrenamtlich für soziale Projekte und die Gemeinschaft einsetzen. Besonders interessant war für uns der direkte Einblick in die Arbeit der französischen Polizei. Dabei erfuhren wir, dass sich die Organisation der Polizei in Frankreich von den uns bekannten deutschen Strukturen unterscheidet, da es in Deutschland beispielsweise eine Trennung zwischen Bundes- und Landespolizei gibt.
Zum Abschluss wurden wir in der Stadthalle mit einem schönen Film über das zu Ende gehende Friedensfest sowie einem leckeren Buffet verabschiedet und konnten uns mit den Frauen und Männern, die uns am Vormittag die Stände vorgestellt hatten, auf Französisch unterhalten.
Nach einer aufgrund der hohen Temperaturen anstrengenden Heimreise kamen wir gegen 23.00 Uhr mit vielen neuen Eindrücken in Schlüchtern an. Die Tage in Verdun und Fameck haben uns zum Nachdenken angeregt und unsere Sicht auf Erinnerung, Frieden und die deutsch-französische Freundschaft verändert. Die zahlreichen besonderen Begegnungen ließen die Anstrengungen der Reise schnell in den Hintergrund treten. Abschließend möchten wir uns herzlich bei den Städtepartnerschaftsvereinen in Schlüchtern und Fameck sowie unseren beiden Französischlehrerinnen für dieses tolle Angebot bedanken. Die Exkursion war für uns eine wertvolle Erfahrung und wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Text: Anne Krack, Yola Mücke sowie Mia Spahn 10d
Fotos: OStR’n Sabine Groher

