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School Belonging

Am Montag, den 24. August, verbrachten die neu zusammengesetzten Klassen 7C und 7E gemeinsam mit ihren Klassenlehrkräften Herrn Gärtner und Frau Stepan sowie dem begleitenden Fachlehrer Herrn Steinmacher einen Klassentag am Acis in Schlüchtern. Der Tag bot mit zahlreichen Spielen und gemeinsamen Aktivitäten vielfältige Möglichkeiten, sich gegenseitig besser kennenzulernen und als neu zusammengesetzte Klassen zusammenzuwachsen.

Kommunikation, Kooperation und Vertrauen

In der ersten Stunde ging es bei strahlend blauem Himmel und frischen 8 Grad zu Fuß in Richtung Acisquelle. Im Gepäck waren allerlei Spiele und Proviant – und natürlich viele Erinnerungen an die ehemaligen Klassen aus der Jahrgangsstufe 6.

„Die Klasse als Chance“

Nach der Ankunft am Acis und einer kurzen Pause wurden in den beiden Klassen zunächst verschiedene Aufwärmspiele gespielt. Dass gemeinsames Spielen dabei mehr als nur Spaß bedeutet, zeigt auch der Pädagoge Dr. Ottmar Hanke in seinem Beitrag „Die Klasse als Chance“: Als soziales Lernfeld fördern gemeinsame Spiele Kommunikation, Kooperation und Vertrauen – wichtige Grundlagen dafür, dass eine neu zusammengesetzte Klasse als Gemeinschaft zusammenwächst.

Aufwärmspiele um miteinander ins Gespräch zu kommen

In diesem Zusammenhang gab es zunächst eine Reihe von Aufwärmspielen, bei denen sich die Schülerinnen und Schüler immer wieder in neuen Gruppenkonstellationen zusammenfanden, um sich besser kennenzulernen. So ordneten sie sich beispielsweise nach Wohnort, Alter, Geburtsmonat, Schuhgröße oder Hausnummer. Auch die Anzahl der gesprochenen Sprachen, die Mitgliedschaft in einem Sportverein oder die Frage, ob man Links- oder Rechtshänder ist, boten Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und Unterschiede vorurteilsfrei wahrzunehmen.

Viele konnten sich bereits zahlreiche Details über ihre Mitschülerinnen und Mitschüler merken und fragten neugierg nach, wenn ihnen etwas entfallen war. Dies zeigte, dass sie ein echtes Interesse daran hatten, ihre neuen Mitschülerinnen und Mitschüler kennenzulernen.

Als Gruppe stark sein

Nach einer weiteren Pause, die mit Fußballspielen, Gesprächen und dem Füttern der Rehe wie im Flug verging, begann der zweite Teil der Spiele. Dieser war noch stärker von Wahrnehmung und Kooperation geprägt. Bei Spielen wie „Zentimeterarbeit“, „Countdown“, „Stabmeditation“ und „Tauziehen“ wurde deutlich: Als Gruppe ist man besonders stark, wenn alle zusammenhalten und man gemeinsam strategisch plant und vorgeht.

Frustrationstoleranz

Abschließend wurde das Spiel „Tower of Power“ gespielt, bei dem alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse kooperativ zusammenarbeiten mussten, um mithilfe von Seilen die einzelnen Figuren aufeinanderzustellen. Dabei wurde deutlich, dass es neben guter Zusammenarbeit auch eine gewisse Frustrationstoleranz braucht: Nicht immer gelingt der gemeinsame Versuch auf Anhieb, doch mit Geduld und Konzentration lässt sich das gemeinsame Ziel erreichen.

Als es um die Mittagszeit zurück zur Schule ging, war klar, dass es viel Interessantes über die neuen Mitschülerinnen und Mitschüler zu erfahren gab und sie einander nun schon deutlich weniger fremd waren.

Eine Klassengemeinschaft kann Kindern und Jugendlichen Orientierung, Sicherheit und das wichtige Gefühl geben, dazuzugehören. Mit den gemeinsamen Spielen wurden an diesem Montag erste, kleine und teilweise mutige Schritte auf diesem Weg gegangen.

„Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen erfahren:
Ich bin Teil dieser Gruppe.“

– sinngemäß in Anlehnung an die Forschung von Roy F. Baumeister und Mark R. Leary

Fotos und Text: Gaby Stepan