Präsentieren wie die Profis
Methodentage am Ulrich-von-Hutten-Gymnasium
Zwei Tage voller Ideen, Medien, Präsentationen und neuer Erfahrungen: Am 26. und 27. August fanden am Ulrich-von-Hutten-Gymnasium die diesjährigen Methodentage statt. Im Mittelpunkt standen dabei wichtige Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler nicht nur im Unterricht, sondern auch weit darüber hinaus benötigen: Informationen recherchieren und bewerten, digitale Medien sinnvoll einsetzen, Inhalte verständlich aufbereiten und vor anderen Menschen selbstbewusst präsentieren.
Medien- und Präsentations-kompetenz
Ein besonderer Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf der Medien- und Präsentationskompetenz. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich intensiv damit auseinander, wie eine gute Präsentation entsteht und was eine überzeugende Darstellung eigentlich ausmacht. Dabei wurde schnell deutlich: Eine gelungene Präsentation besteht nicht allein aus schönen Folien. Entscheidend ist vor allem, dass die Präsentierenden ihr Thema verstehen, wesentliche Informationen auswählen, einen nachvollziehbaren Aufbau entwickeln und ihre Zuhörerinnen und Zuhörer erreichen.



Kritischer Umgang mit Informationen
In verschiedenen Übungen lernten die Schülerinnen und Schüler deshalb, digitale Präsentationen gezielt als Unterstützung einzusetzen. Sie beschäftigten sich mit der Auswahl geeigneter Bilder, der Gestaltung übersichtlicher Folien und dem sinnvollen Einsatz von Texten, Grafiken und anderen Medien. Gleichzeitig wurde der kritische Umgang mit Informationen thematisiert:
Welche Quellen sind vertrauenswürdig? Welche Informationen sind für das eigene Thema tatsächlich relevant? Und wie kann man Inhalte so aufbereiten, dass sie verständlich und interessant werden?
Performanztechniken
Neben der Gestaltung stand vor allem die eigene Wirkung beim Präsentieren im Mittelpunkt. Hier knüpften die Methodentage unmittelbar an die Vorbereitung auf den bundesweiten Wettbewerb „Jugend präsentiert“ an. In praktischen Übungen konnten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Performanztechniken kennenlernen und ausprobieren. Dabei ging es beispielsweise um Körperhaltung, Blickkontakt, Gestik und Mimik, Stimme, Sprechtempo und Lautstärke.
Keine Veränderungen mit großer Wirkung
Besonders spannend war für viele die Erkenntnis, dass bereits kleine Veränderungen eine große Wirkung haben können. Ein sicherer Stand, ein bewusster Blick ins Publikum oder eine gut gesetzte Pause können dazu beitragen, dass eine Präsentation souveräner und überzeugender wirkt. Auch der Umgang mit Nervosität wurde thematisiert. Statt Lampenfieber ausschließlich als Problem zu betrachten, ging es darum, die eigene Aufregung wahrzunehmen und die vorhandene Energie positiv für die Präsentation zu nutzen.
„Ich hätte vorher nicht gedacht, dass so kleine Dinge beim Präsentieren einen Unterschied machen. Jetzt weiß ich, worauf ich achten kann, damit ich sicherer und überzeugender wirke“, berichtete eine Schülerin begeistert nach einer Übung.
Auch die Arbeit in den Gruppen sorgte für viel positive Resonanz. Die Schülerinnen und Schüler erhielten die Möglichkeit, Präsentationen auszuprobieren, sich gegenseitig Rückmeldungen zu geben und ihre Auftritte anschließend zu verbessern. Dabei stand nicht nur die Bewertung im Vordergrund. Vielmehr ging es darum, voneinander zu lernen und gemeinsam herauszufinden, welche Präsentationsstrategien funktionieren.
„Die Methodentage waren abwechslungsreicher, als ich erwartet hatte. Wir haben nicht nur über Präsentationen gesprochen, sondern konnten vieles direkt ausprobieren. Besonders das gegenseitige Feedback hat mir geholfen“, fasste ein Schüler seine Erfahrungen zusammen.
Der Start für „Jugend präsentiert“
Die Methodentage bilden damit zugleich den Auftakt für die weitere Vorbereitung auf den schulinternen Wettbewerb „Jugend präsentiert“. Am 2. November startet der Wettbewerb am Ulrich-von-Hutten-Gymnasium. Bis dahin haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre Themen weiterzuentwickeln, Präsentationen vorzubereiten und die während der Methodentage erlernten Techniken anzuwenden und zu vertiefen.
Beim schulinternen Wettbewerb geht es schließlich nicht nur darum, möglichst viel Wissen zu vermitteln. Die Herausforderung besteht darin, ein wissenschaftliches oder fachliches Thema so zu präsentieren, dass andere es verstehen, ihm gerne folgen und sich dafür interessieren. Die Schülerinnen und Schüler sind daher eingeladen, ihre individuellen Stärken einzubringen und zu zeigen, wie überzeugend Wissen vermittelt werden kann.
Nach dem Auftakt am 2. November folgen die weiteren schulischen Wettbewerbsphasen. Dabei werden besonders gelungene Präsentationen ausgewählt und die Schülerinnen und Schüler erhalten die Gelegenheit, ihre Fähigkeiten auf der nächsten Ebene unter Beweis zu stellen. Für die Teilnehmenden bedeutet dies eine spannende Verbindung aus Fachwissen, Kreativität, Medienkompetenz und persönlicher Präsentationsleistung.
Die Methodentage haben dafür eine wichtige Grundlage geschaffen. Sie haben gezeigt, dass Präsentieren eine Fähigkeit ist, die man lernen und trainieren kann – und dass selbstbewusstes Auftreten nicht bedeutet, perfekt zu sein. Viel wichtiger sind eine gute Vorbereitung, Freude am eigenen Thema und der Mut, vor anderen aufzutreten.
Mit den Erfahrungen aus den beiden Methodentagen starten die Schülerinnen und Schüler nun in die nächste Phase: Wissen sichtbar machen, andere begeistern und mit einer überzeugenden Präsentation zeigen, was in ihnen steckt. Wir freuen uns auf viele kreative Ideen, spannende Themen und selbstbewusste Auftritte beim schulinternen Wettbewerb „Jugend präsentiert“ ab dem 2. November!
Text und Fotos: StR Christian Labusch

