Beruf und Zukunft

Was soll ich bloß werden? Soll ich ein Studium oder lieber eine Ausbildung beginnen? Welche Tätigkeiten liegen mir? In welchem Berufsfeld kann ich meine Stärken und Kompetenzen bestmöglich einbringen? Diese und andere Fragen rund um das Berufsleben stellen sich viele Jugendliche leider erst nach ihrem Schulabschluss. Verpasste Bewerbungsfristen, unklare Berufsziele, Überbrückungszeiten und Lücken im Lebenslauf sind oftmals die Folgen einer solch kurzfristigen Planung.

Das Ulrich-von-Hutten-Gymnasium ist bemüht, solche Entwicklungen nach Möglichkeit zu vermeiden. Daher nimmt die Berufsorientierung bei uns bereits früh einen hohen Stellenwert sowohl im Unterricht als auch in außerschulischen Projekten ein. Wir verstehen die berufliche Orientierung dabei allgemein als einen fortschreitenden Prozess und unser Ziel ist es, unsere Schülerinnen und Schüler kontinuierlich und ganzheitlich auf das berufliche Leben vorzubereiten, so dass ein fließender und reibungsloser Übergang nach ihrem Schulabschluss gewährleistet ist. Dies bedeutet einerseits die regelmäßige Behandlung studien- und ausbildungsrelevanter Inhalte im Unterricht der einzelnen Fächer und anderseits gesonderte Veranstaltungen und Projekte zu diesem Thema, so dass eine fachkundige Beratung über die gesamte Schulzeit hinweg gewährleitet wird.

Unsere Schülerinnen und Schüler sollen dadurch nicht nur praktische Unterstützung erhalten, also lernen, wie z.B. Bewerbungsschreiben verfasst, Lebensläufe geschrieben und Bewerbungsunterlagen gestaltet werden, sondern sie sollen darüber hinaus auch schon während ihrer Schulzeit möglichst viele unterschiedliche Möglichkeiten und Erfahrungen aus der Berufs- und Studienwelt aufgezeigt bzw. vermittelt bekommen. Auf diese Weise sollen sie in die Lage versetzt werden, ihre individuellen Interessen und Fähigkeiten für die eigene Berufs- oder Studienwahl erkennen und ihre Stärken gezielt weiterentwickeln zu können. Hierbei sollen auch ein direkter persönlicher Kontakt der Lernenden mit Unternehmen sowie Institutionen der Berufs- und Studienwelt gefördert werden. Dieser kann als Basis dienen, den Jugendlichen eine selbstständige und intensive Auseinandersetzung rechtzeitig vor dem Schulabschluss zu ermöglichen, so dass ein direkter Berufs- bzw. Studieneinstieg ermöglicht wird.

Das Berufsorientierungsangebot am UvH- eine Übersicht

JahrgangsstufeBerufsorientierungsangebot    
5 – 8Girls´ Day/ Boys´ Day   Die Schülerinnen und Schüler bekommen Einblick in geschlechtsspezifische Berufsfelder, sammeln erste Erfahrungen in der Arbeitswelt und können erste Berufswünsche evaluieren.  
8Einführung Berufswahlpass   Der Berufswahlpass (BWP) unterstützt die Schülerinnen und Schüler bei ihrer individuellen Lernplanung, fördert die Eigeninitiative, Selbstverantwortung sowie Orientierungskompetenz; er unterstützt die selbstgesteuerte berufliche Orientierung der Schülerinnen und Schüler in Bezug auf die Klärung ihrer Stärken und Interessen, die Entwicklung ihrer Lernfähigkeit sowie die Auseinandersetzung mit ihrer individuellen Leistungsbereitschaft bis hin zur Planung und Realisierung ihrer beruflichen Erstausbildung. Der BWP dient der Dokumentation der Teilnahme an Projekten und Maßnahmen, die im Rahmen der Berufswahl relevant sind, z. B. Praktika, Unterrichtsprojekte sowie schulisches und außerschulisches Engagement; er strukturiert den Prozess des Übergangs von der Schule in die Berufs- und Arbeitswelt und unterstützt die Jugendlichen, ihren Weg eigenverantwortlich, selbstständig und erfolgreich zu organisieren.  
9 – Q4Kooperation mit der Agentur für Arbeit   Die Schülerinnen und Schüler werden mit Hilfe von gezielten Veranstaltungen und individuellen Gesprächen bei ihrer Ausbildungs- und Bildungsentscheidung unterstützt und sollen in die Lage versetzt werden, eigenständig an diesem Prozess weiterzuarbeiten. Dabei entdecken sie berufliche Interessen und Potentiale, entwickeln diese weiter, knüpfen Kontakte.  
9Erstes Betriebspraktikum   Vorbereitet und integriert in den PW-Unterricht besuchen die Schülerinnen und Schüler über zwei Wochen durchgehend einen von ihnen selbst gewählten Arbeitsplatz und verfassen einen ausführlichen Praktikumsbericht, der auch in die PW-Zeugnisnote eingeht. Damit sollen sie erste längere Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln, eigene berufliche Interessen und Potentiale entdecken und weiterentwickeln bzw. Kontakte knüpfen.  
9Wettbewerb „Bester Praktikumsbericht“   Die besten Praktikumsberichte der einzelnen Klassen werden beim Arbeitskreis SCHULWIRTSCHAFT eingereicht. Eine Jury aus regionalen Repräsentanten von Schulen und Betrieben bewertet
die Berichte nach festgelegten Beurteilungskriterien. Die besten Praktikumsberichte des Jahrgangs werden während der Bergwinkel-Ausbildungsbörse prämiert.  
9Nacht der Ausbildung in Hanau und Bergwinkel-Ausbildungsmesse   Vorstellung zahlreicher Unternehmen der Region, Bewerbungstraining, Informationen über duale Studiengänge etc. Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre beruflichen Interessen und Potentiale entdecken und weiterentwickeln, Kontakte knüpfen.  
10Unternehmer in die Schulen   Regionale Firmenvertreter stellen den Schülerinnen und Schülern ihr Unternehmen und deren Aufgaben sowie Abläufe vor und geben Hinweise zu Bewerbung, Ausbildung und Studium. Darüber hinaus trägt die Veranstaltung dazu bei, die Berufswünsche der Jugendlichen zu konkretisieren.  
EZweites Betriebspraktikum   Vorbereitet und integriert in den PW-Unterricht besuchen die Schülerinnen und Schüler über zwei Wochen durchgehend einen von ihnen selbst gewählten Arbeitsplatz. Sie sollen dadurch längere oberstufengerechte Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln, eigene berufliche Interessen und Potentiale entdecken bzw. weiterentwickeln sowie Kontakte knüpfen.  
EBewerbungstraining   Die Schülerinnen und Schüler erhalten ein umfassendes Bewerbungstraining incl. Verfassen einer Bewerbung, Durchführung von Vorstellungsgesprächen und eines Assessment-Centers.  
Q1/Q2AlumniDay   Die Schülerinnen und Schüler erhalten Einblicke in die Studien- und Berufsfelder ehemaliger Absolventen sowie Absolventinnen und können durch persönliche, informelle Gespräche die Berufswahl auf Voraussetzungen und persönliche Eignung evaluieren und überprüfen.  
Q1/Q2Main Study – Universität Frankfurt am Main   Die Schülerinnen und Schüler besuchen mit Ihren Tutorenkursen die Universität Frankfurt und erhalten dort allgemeine und fachspezifische Informationen zur Studienorientierung. Sie sollen damit im Hinblick auf ein mögliches Studium ihre Interessen und Potentiale entdecken und weiterentwickeln bzw. Kontakte knüpfen.  
Q2MINT-Messe Wiesbaden   Die Schülerinnen und Schüler präsentieren entweder ein eigenes Unterrichtsprojekt aus den MINT-Fächern oder lernen entsprechende Projekte von anderen hessischen Schulen kennen. Bei eigener Präsentation muss zusätzlich ein Messestand gestaltet werden. Die Schüler erhalten einen Einblick über aktuelle Entwicklungen im MINT-Bereich.  
Q3Infoveranstaltung FSJ   Das FSJ bietet sich für die Schülerinnen und Schüler als Überbrückung zwischen Abitur und Studium bzw. Ausbildung an. Zudem kann ein FSJ den Schülerinnen und Schülerm Chancen auf Studienplätze und Arbeitsstellen verbessern und bietet neben einem gesellschaftlichen Engagement vor allem auch Orientierung für den späteren Beruf.  
Q3/Q4Simulation POL&IS   POL&IS ist eine fächerübergreifende, interdisziplinäre Lernform, in der die Schülerinnen und Schüler vielfältige Schlüsselkompetenzen trainieren. Aufgrund des Netzwerkcharakters von POL&IS sind die Schülerinnen und Schüler durchgehend selbst aktiv und üben gleichzeitig Teamwork und Rhetorik. Sie gestalten die internationalen Beziehungen selbst, erleben sich als Initiatoren. Wiederholt werden sie mit den Folgen ihres eigenen Handelns konfrontiert.